Quotient freies PSA / Gesamt-PSA

Ein erhöhter Gesamt-PSA-Wert weist beinahe ausschließlich auf eine Erkrankung der Prostata hin. Er kann neben dem Prostatakarzinom auch bei der gutartigen Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH), einer Entzündung der Prostata (Prostatitis) oder dem (selteneren) Prostatainfarkt erhöht sein.

PSA liegt in freier (fPSA; 5 bis 40 %) und gebundener Form vor (komplexiert an den Serinproteaseinhibitor α1-Antichymotrypsin [60 bis 95 %] und α1-Trypsin [0,5 bis 5 %]; komplexiertes PSA oder cPSA). Beide zusammen werden als Gesamt-PSA (totales PSA oder tPSA) gemessen. fPSA, isoliert betrachtet, enthält keine bedeutsame Aussage, es gilt als biologisch inaktiv.

Die Bestimmung des prozentualen Anteils des freien PSAs am Gesamt-PSA erlaubt eine deutlich verbesserte Spezifität bei der Unterscheidung zwischen gutartiger Prostatavergrößerung bzw. Prostatitis und Prostatakarzinom. Weniger als 15 Prozent freies PSA ist also verdächtig auf einen bösartigen Tumor, während ein Wert größer als 15 Prozent eher auf eine gutartige Prostatavergrößerung schließen lässt.

Formel:

Quotient=100 * freies-PSA / Gesamt-PSA

freies PSA ng/ml
Gesamt-PSA ng/ml

 

Literatur:

[1]   Woodrum DL et al. Interpretation of free prostate specific antigen clinical research studies for the detection of prostate cancer. J Urol 1998;159:5-12.

 

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