Fachinformationen

Cytomegalie - Diagnostik in der Schwangerschaft

Der Weg der Infektion

Das Cytomegalievirus wird durch Körperflüssigkeiten und Blut (oder Blutprodukte), sowie durch Schleimhautkontakt übertragen. Auch gemeinsam benutzte Gegenstände wie Handtücher oder Spielsachen können zu einer Ansteckung führen.
Vor allem Kleinkinder bis zum 3. Lebensjahr können große Mengen des Virus ausscheiden und gelten somit als wichtigste Überträger. Im Allgemeinen sind Schäden des Kindes nur bei einer Erstinfektion der Mutter in der Schwangerschaft zu erwarten. Ca. 50 % der deutschen Frauen im gebärfähigen Alter besitzen Antikörper gegen das Virus, so dass keine Erstinfektion mehr stattfinden kann. Dennoch ist die Cytomegalie-Virus-Infektion die häufigste Infektion in der Schwangerschaft.

Symptome und Risiken in der Schwangerschaft

Eine typische Symptomatik gibt es nicht. Häufig verläuft eine Infektion ohne jegliches Krankheitsempfinden und wird von der Schwangeren nicht bemerkt. Gelegentlich können grippeähnliche Anzeichen und/oder Lymphknotenschwellungen auftreten.
Bei einer erstmaligen Infektion in der Schwangerschaft sind schwere (Spät-) Schäden beim Kind möglich, wenn die Infektion auf das Ungeborene übergeht. Diese reichen von der Verkalkung des Gehirns und Wachstumsstörungen desselben bis zu entzündlichen Veränderungen der Netzhaut und Taubheit.

Möglichkeit der Vorbeugung

Falls eine Frau bereits vor der Schwangerschaft eine Cytomegalie-Virus-Infektion durchgemacht hat, besteht ein Schutz für die Patientin und das Kind. Bei fehlendem Immunschutz sollten besondere Hygienemaßnahmen im Umgang mit Kleinkindern eingehalten werden, um das Risiko einer Infektion zu minimieren.

Diagnostik

Die einzige Möglichkeit, einen Immunschutz gegen eine Cytomegalie-Virus-Infektion nachzuweisen, ist die Bestimmung der Antikörper im Blut. Bei Frauen ohne Immunschutz sollten während der Schwangerschaft regelmäßig Antikörperkontrollen erfolgen, um eine Erstinfektion feststellen zu können.
Wird in der Schwangerschaft eine Erstinfektion der Mutter diagnostiziert, müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um eine Infektion des Kindes auszuschließen.

Kosten für den Cytomegalie-Antikörpertest

Da diese (Vorsorge-) Untersuchung zwar empfohlen, aber bisher noch nicht Bestandteil der Mutterschaftsvorsorge ist und von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht bezahlt wird, muss sie als Individuelle Gesundheitsleistung durchgeführt werden, solange kein konkret begründeter Infektionsverdacht besteht.

Bitte sprechen Sie hierzu Ihren behandelnden Arzt an.

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