Der Weg der Infektion

Zecken, auch Holzböcke genannt, sind Blut saugende Parasiten der Tiere und des Menschen. In Europa
ist der Holzbock weit verbreitet. Laub- und Nadelwälder mit vielen Büschen und Sträuchern als Unterholz
sind die bevorzugten Aufenthaltsorte. An hohen Gräsern, Farnen und niedrigen Zweigen sitzen die
Zecken und warten auf einen Wirt. Kommt ein Tier oder Mensch vorüber, werden sie abgestreift oder lassen
sich auf ihren Wirt fallen und beißen sich fest. Die Aktivität der Zecken erstreckt sich mit Ausnahme der
kalten Jahreszeit über das ganze Jahr. Zecken müssen Blut saugen um zu erleben. Während des Blutsaugens
können Bakterien und/oder Viren aus dem Blut befallener Tiere von den Zecken aufgenommen werden und
sich in ihnen vermehren. Somit werden sie zum Reservoir und Überträger. Bei den nachfolgenden Zeckenstichen
können die Krankheitserreger mit dem Speichel der Zecke auch an den Menschen weitergegeben werden.

Symptome einer Infektion

Die Zecken-Borreliose zeichnet sich, je nach Stadium, durch unterschiedliche, klar definierte, Krankheitsbilder
aus. Im Frühstadium kann sich nach ein bis drei Wochen um den Zeckenstich eine Hautrötung (Erythema
chronicum migrans) ausbreiten. Dieses Erscheinungsbild stellt eine Blickdiagnose für das Vorliegen
einer Borreliose dar und macht weitergehende Laboruntersuchungen meist überflüssig. Leider wird der
frühe Infektionszeitpunkt häufig übersehen. Ohne Behandlung kann nach Rückbildung der Rötung noch Wochen
bis Monate später ein zweites Erkrankungsstadium auftreten. Es kann zu Taubheitsgefühlen, schmerzhaften
Nervenentzündungen und Lähmungen kommen. Häufig sind Gesichtsnerven und die Nerven der Arme und
Beine betroffen. Diese Symptome können sich auch zurückbilden und später schubweise wieder auftreten. In
einem dritten Stadium (nach ca. sechs Monaten oder später), können Beschwerden an den Gelenken auftreten,
wobei insbesondere Knie- und Sprunggelenke betroffen sind. In verschleppten oder unerkannten
Fällen können noch nach Jahren Entzündungen der Haut sowie chronische Entzündungen im Rückenmark
auftreten und mit einer Multiplen Sklerose verwechselt werden.

Schnelltest

Wenn Sie von einer Zecke gestochen wurden, können Sie mit Hilfe des Zeckenschnelltests im Labor untersuchen
lassen, ob diese Zecke von Borrelien befallen ist. Die Untersuchung erfolgt mit der so genannten PCR
Reaktion, einer hochmodernen und sicheren, molekularbiologischen Methode. Dafür ist es nicht wichtig, ob
die Zecke noch lebendig ist oder nicht. Vorgehensweise: Die Zecke wird mit einer Spezialpinzette
oder einer Zeckenkarte vorsichtig unter gleichmäßigem Zug aus der Haut entfernt. Das Tier sollte nicht
gequetscht werden, da dann erst recht Erreger übertragen werden können. Die Zecke vollständig (auch abgerissene
Körperteile) in einen Kunststoffbeutel geben und diesen sorgfältig schließen. Das Ergebnis liegt in
der Regel ein bis zwei Tage nach Eingang der Zecke im Labor vor. Ein negatives PCR-Ergebnis schließt ein
Infektionsrisiko mit diesen Erregern aus. Wenn aber doch Erreger nachgewiesen werden, sollte gemeinsam
mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin überlegt werden, ob eine Blutuntersuchung, eine vorbeugende antibiotische
Behandlung oder nur eine aufmerksame Beobachtung angezeigt ist.

Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL)

Auf eigenen Wunsch getätigte Untersuchungen (Individuelle Gesundheitsleistungen) müssen von
den Patienten selbst gezahlt werden, z.B. für die Blutentnahme oder Laboranalyse etc.

Bitte sprechen Sie hierzu Ihren Arzt/Ihre Ärztin an.

PDF Download Button

Unsere Öffnungszeiten

Mo. Di. Do. 08:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Mi. und Fr. 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Unsere Blutentnahmezeiten

Mo. bis Fr. 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Flaschenabgabe Wasserlabor

Mo. bis Do. 08:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Fr. 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr

 

Kontakt

Partnerschaftspraxis für Laboratoriumsmedizin
und Mikrobiologie

Tel 05151 / 95 30 0
Fax 05151 / 95 30 5000

info@nordlab.de
www.nordlab.de