Fachinformationen

Was ist Molekulare Allergiediagnostik?

Unter Molekularer Allergiediagnostik versteht man die Verwendung von einzelnen allergenen Proteinen (Allergenkomponenten) zum Nachweis und zur Quantifizierung von spezifischen IgE-Antikörpern. Die Molekulare Allergiediagnostik identifiziert nicht nur die Allergenquelle, sondern die für die Sensibilisierung relevanten Allergenkomponenten, die Allergie-auslösenden Bestandteile (Proteinmoleküle) der Allergenquelle. Die Allergenkomponenten werden unabhängig von der Allergenquelle aufgrund struktureller und biochemischer Ähnlichkeiten in Proteinfamilien zusammengefasst. Aus dieser Familienzugehörigkeit lassen sich entscheidende Rückschlüsse ziehen. Man bezeichnet eine Allergenkomponente als Hauptallergen (Majorallergen), wenn mehr als 50 % der Menschen, die auf die Allergenquelle allergisch reagieren, gegen diese Allergenkomponente sensibilisiert sind. Komponentengenaue Sensibilisierungprofile können neue Zusammenhänge im Krankheitsbild der Patienten eröffnen. Gemeinsam mit Anamnese, Prick- und/oder konventionellem IgE-Test bietet sich eine zuverlässige Grundlage für die optimale Behandlungsstrategie.

Diese Methode ermöglicht:

1.  Primärsensibilisierungen von Kreuzreaktionen zu unterscheiden

Scheinbare Mehrfachsensibilisierungen werden häufig von wenigen kreuzreaktiven Komponenten ausgelöst, die in ähnlicher Form in vielen Allergenquellen vorkommen

2.  die Spezifische Immuntherapie (SIT) noch erfolgreicher durchzuführen

Die Spezifische Immuntherapie (SIT) bei Pollenallergikern kann nur erfolgreich sein, wenn mit dem allergieauslösenden Allergen behandelt wird.
Wer die konventionelle Diagnostik um Komponententests erweitert, erhält zusätzliche Hinweise, um diese Frage zu beantworten.
Zeigt das Testergebnis des Patienten IgE-Antikörper gegen eine oder mehrere spezifische Allergenkomponenten, ist von einer Primärsensibilisierung auszugehen und eine gute Ausgangslage für eine SIT gegeben.

3.  die Einschätzung des Risikos schwerer systemischer Reaktionen auf Nahrungsmittel auch ohne Provokationstest

Welchem Patienten müssen Sie eine strikte Allergenkarenz empfehlen und ein Notfallset verschreiben? Es besteht die Möglichkeit, bei Nahrungsmittelallergien gezielt auf Risikokomponenten zu testen, um die zu erwartende allergische Reaktion besser einschätzen zu können.
(Quelle: http://www.phadia.com/de/Labors/Allergie/Was-ist-Molekular-Allergologie/)

Abrechnung

EBM

Wir weisen darauf hin, dass der Höchstwert für die Untersuchungen der Gebührenordnungspositionen 32426 (Gesamt-IgE, 4.60 €) und 32427 (Allergenspezifische Immunglobuline, je 7.10 €) ohne Quotierung im EBM 65,00 € beträgt. Das bedeutet, dass neben der Gesamt-IgE-Bestimmung die Anforderung der Testung von 8 Einzelallergenen im Quartal möglich ist. Der Höchstwert für die Untersuchungen der Gebührenordnungspositionen 32426 und 32427 beträgt in begründeten Einzelfällen bei Säuglingen, Kleinkindern und Kindern bis zum vollendeten 6. Lebensjahr im Behandlungsfall 111,00 € (Gesamt-IgE und 15 Einzelallergene). Bitte verwenden Sie die Ausnahmekennziffer 32009, Allergische Erkrankungen bei Kindern bis zum vollendeten 6. Lebensjahr.

Nach Erreichen der Höchstwerte sind im Quartal keine Nach- oder Folgeanforderungen mehr möglich.
GOÄ
           

      1-fach 1,15-fach
bis zu 4 Mischallergene Ziffer 3890 je Allergen 14,57 € 16,76 €
bis zu 10 Einzelallergene Ziffer 3891 je Allergen 14,57 € 16,76 €
Gesamt- IgE Ziffer 3571   14,57 € 16,76 €

 

Ihre Partnerschaftpraxis für Laboratoriumsmedizin und Mikrobiologie

Dres. Samady, Grüter und Groß

Unsere Öffnungszeiten

Mo., Di. und Do. 08:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Mi. und Fr. 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Unsere Blutentnahmezeiten

Mo. bis Fr. 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Flaschenabgabe Wasserlabor

Mo. bis Mi. 08:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Kontakt

Partnerschaftspraxis für Laboratoriumsmedizin
und Mikrobiologie

Tel 05151 / 95 30 0
Fax 05151 / 95 30 5000

info@nordlab.de
www.nordlab.de