Fachinformationen

Vitamin D

Bedeutung für den Calcium- und Phosphathaushalt
Prävention von Vitamin D – Mangel

Substanz


Vitamin D ist ein Sammelbegriff für bestimmte Steroide, die eigentlich zu den Hormonen
gehören (die Bezeichnung Vitamin ist historisch bedingt).
Das Vitamin D3 oder Cholecalciferol wird sowohl unter Einfluss von UVB-Strahlung in
Hautzellen aus einem Abbauprodukt von Cholesterin synthetisiert als auch mit der Nahrung
aufgenommen. Daraus entsteht die eigentliche Wirkform, das 1,25-Dihydroxyvitamin D3.
Alle Vitamin D – Abkömmlinge sind nicht wasserlöslich. Sie werden im Fettgewebe gespeichert und bei
Überschuss nicht (wie z.B. Vitamin C) vermehrt ausgeschieden. Eine Hypervitaminose ist daher möglich,
allerdings sehr selten.

Wirkung


Die wichtigste Aufgabe des Vitamin D-Systems stellt die Regulation des Calciumstoffwechsels
dar.
Vitamin D und seine Metaboliten begünstigen die Aufnahme von Calcium aus dem Darm und
hemmen die Ausscheidung von Calcium aus den Nieren. Sie fördern die Zelldifferenzierung.
Ferner beeinflussen sie das Interleukinsystem, das Endokrinum und die Muskelkraft.
Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D ist für das Funktionieren des gesamten Organismus
essentiell.


Mangelerscheinungen


Ein Vitamin D – Mangel ist in unseren Breiten sehr häufig.
Im Winterhalbjahr erreicht ca. 6 Monate lang die UVB-Strahlung der Sonne in Deutschland die
Erdoberfläche nicht. Daher ist Vitamin D – Mangel in dieser Zeit in Deutschland fast die Regel.
Risikogruppen sind - besonders im Winter - Ältere, Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere,
stillende Mütter, Personen mit dunklerem Teint und alle, die sich zu wenig draußen aufhalten
oder zu wenig Licht an ihre Haut lassen.

Die häufigsten Symptome von Vitamin D – Mangel sind Osteoporose, Osteomalazie sowie bei
Kindern Rachitis.
Darüber hinaus kann durch Vitamin D – Mangel die Entstehung von Karzinomen, Autoimmun-
Erkrankungen, Infektionen und Muskelerkrankungen wie Fibromyalgie begünstigt werden.
Aufgrund erhöhter Insulinsekretion und Insulinresistenz kann sich ein Diabetes mellitus
entwickeln.


Prävention


Grundsätzlich bildet der Körper bei ausreichender Sonneneinstrahlung genügend Vitamin D, um
sich damit ausreichend zu versorgen. Eine maßvolle regelmäßige Sonnenlichtexposition im
Sommer kann daher einem Vitamin D –Mangel vorbeugen.
Dieses ist jedoch nicht in jedem Fall gegeben, erst recht nicht in den Wintermonaten.

Bei Vitamin D-Mangel ist die Gabe eines Vitamin D – Präparates hilfreich.
Der Tagesbedarf dieses Vitamins ist von verschiedenen Faktoren abhängig wie Ernährung, Alter,
Schwangerschaft.

Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung wird für Erwachsene und Kinder nach dem
zwölften Lebensmonat eine tägliche Zufuhr von 0,005 mg mit der Nahrung empfohlen.


Labor


Unser Test erfasst 25-OH-VD3 (und ggf. 25-OH-VD2) und gibt damit verlässlich die
Versorgungslage des Organismus mit Vitamin D wieder.

Empfehlenswert ist eine Blutwertbestimmung vor geplanter Gabe des Vitamins bzw. um einen
Mangel festzustellen, sowie nach ca. drei Monaten zur Kontrolle, ob der Zielspiegel erreicht
wurde.

Anforderung: Vitamin D3 oder 25-OH-VD3

Der Blutwert sollte über 75 nmol/l liegen (s.auch Norwerttabelle auf Befund)

Bestimmungmethode in der Partnerschaftspraxis: HPLC

Untersuchungsmaterial: Serum/Vollblut


Hameln, den 20.10.2010

gez. Dr. Andrea-M. Samady gez. Dr. Ludwig Grüter gez. Dr. Hans-Martin Groß

Unsere Öffnungszeiten

Mo., Di. und Do. 08:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Mi. und Fr. 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Unsere Blutentnahmezeiten

Mo. bis Fr. 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Kontakt

Partnerschaftspraxis für Laboratoriumsmedizin
und Mikrobiologie

Tel 05151 / 95 30 0
Fax 05151 / 95 30 5000

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