Liebes Praxisteam!

Um die Sensitivität und Spezifität der serologischen Zöliakie-Diagnostik zu verbessern, wurde die Testmethode für die Gewebstransglutaminase-Antikörper (tTG-IgA, tTG-IgG) sowie die Antikörper gegen deamidierte Gliadinpeptide (dGP-IgA, dGP-IgG) umgestellt. Der Nachweis der Endomysium-Antikörper mittels indirekter Immunfluoreszenz bleibt unverändert.

Durch die Testumstellung ändert sich die Einheit, in der die Antikörperkonzentration angegeben wird in CU (Chemilumineszenz Units) und es ergeben sich neue Referenzbereiche. Diese lauten sowohl für die Gewebstransglutaminase-Antikörper (IgA und IgG) als auch für die Antikörper gegen deamidierte Gliadinpeptide (IgA und IgG) wie folgt:

negativ: < 20 CU
schwach positiv: 20–30 CU
positiv: > 30 CU

Die gemessenen Werte werden im Vergleich zur vorherigen Methode tendenziell höher ausfallen, was nicht mit einem tatsächlichen Anstieg der Antikörperkonzentration verwechselt werden darf! Dadurch kann allerdings die Verlaufsbeurteilung in der Übergangsphase im Einzelfall erschwert sein.

Die Bestimmung der Antikörper erfolgt aus Serum. Hämolytische, lipämische oder ikterische Seren können die Messung beeinträchtigen. Die Stabilität beträgt bei 2–8 °C 48 h; bei längerer Lagerung sollte das Serum tiefgefroren werden.

Bis zu 1% der Bevölkerung leidet unter einer glutensensitiven Enteropathie (Zöliakie). Die serologische Untersuchung spielt als nicht-invasive Methode mit einer hohen Sensitivität und Spezifität eine große Rolle auf dem Weg zur korrekten Diagnosestellung. Nachgewiesen werden hier (u.a.) Autoantikörper gegen die Gewebstransglutaminase (tTG) und deamidierte Gliadinpeptide (dGP).

Beide Autoantikörper sind auch bei der Dermatitis herpetiformis, einer Autoimmunkrankheit mit Bläschenbildung der Haut und Dünndarmatrophie, nachweisbar. Die Sensitivität ist hier jedoch deutlich geringer als bei dem Vorliegen einer Zöliakie.

Im Rahmen einer Stufendiagnostik empfiehlt sich zunächst die Bestimmung von IgA-Antikörpern gegen Gewebstransglutaminase (tTG), deamidierte Gliadinpeptide (dGP) oder Endomysium, da diese eine höhere Sensitivität als IgG-Antikörper aufweisen. Gleichzeitig sollte in diesem Fall unbedingt auch das Gesamt-IgA bestimmt werden, da 2–3% der Zöliakie-Patienten einen IgA-Mangel aufweisen der zu falsch negativen Befunden führen kann. Liegt ein IgA-Mangel vor, ist auch eine Bestimmung der IgG-Antikörper anzuraten.

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

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