Eine potentielle Gefahr für das werdende Leben - Diagnostik in der Schwangerschaft

Infektionskrankheiten

Bestimmte Krankheitserreger können eine Gefahr für das Kind im Mutterleib sein, obwohl die Infektion häufig
von der Mutter unbemerkt verläuft. Ihre Frauenärztin/Ihr Frauenarzt kann mit wenigen Laboruntersuchungen
feststellen, ob eine Gefährdung für die Gesundheit Ihres Kindes vorliegt. Wenn keine Krankheitsanzeichen
bei der werdenden Mutter vorliegen, handelt es sich oft um individuelle Gesundheitsleistungen, deren Kosten
die gesetzlichen Krankenkassen leider nicht übernehmen.

Toxoplasmose

Eine Toxoplasmose wird z.B. beim Verzehr von rohen Fleisch- und Wurstwaren oder durch Katzen bzw.
Katzenkot übertragen. Eine Infektion des Kindes im Mutzterleib mit dem Toxoplasmose-Erreger kann zu
Schäden der Augen und des Gehirns bis hin zu schweren Missbildungen führen. Ob eine Frau einen Antikörperschutz
hat (der die Infektion des Kindes verhindert) oder nicht, kann nur durch eine Antikörperbestimmung
herausgefunden werden.

Röteln

Falls sich eine Frau, die keine Antikörper gegen das Rötelnvirus gebildet hat, mit diesem infiziert, kann es zu
einer Infektion des ungeborenen Kindes kommen, welche schwerwiegende Missbildungen zur Folge haben
kann. Daher wird ein Antikörpernachweis vor Beginn einer Schwangerschaft empfohlen. Sollte kein Schutz
bestehen, ist eine Röteln-Impfung unbedingt erforderlich! (Dies ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen)

Weitere Viruserkankungen

Weitere Virusinfektionskrankheiten, die in der Schwangerschaft zu einer Gefährdung des ungeborenen
Kindes führen könnten, sind Hepatitis B, Cytomegalie, Windpocken (Varizellen) und Ringelröteln (Parvo-
B19-Viren). Bei diesen Infektionskrankheiten ist es wichtig zu wissen, ob ein Immunschutz gegenüber diesen
Erkrankungen besteht. Dazu dienen Antikörperbestimmungen, die im Blut der Patientin nachgewiesen
werden können. Liegt kein ausreichender Schutz vor, kann eine Impfung oder bestimmte Verhaltensmaßregeln
dazu dienen, eine Infektion zu vermeiden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt!

Chlamydien

Etwa jede zehnte Frau ist, ohne es zu bemerken, mit Chlamydien infiziert. Diese Mikroorganismen werden
sexuell übertragen. Bei einer Infektion kann unter der Geburt das Neugeborene infiziert werden und Augenoder
Lungenentzündungen auslösen. Durch einen Labortest kann eine Infektion nachgewiesen und daraufhin
antibiotisch behandelt werden.

B-Streptokokken

Bakterien mit dem Namen β-hämolysierende Streptokokken Gruppe B können im Vaginaltrakt der
Schwangeren auch symptomlos, d.h. ohne Beschwerdeanzeichen, vorhanden sein. Unter der Geburt
können diese auf das Kind übertragen werden und zu teilweise schweren Infektionen führen.
Durch einen einfachen Abstrich kann der Nachweis von B-Streptokokken durchgeführt werden und, bei
positivem Befund, eine Antibiotikatherapie eingeleitet werden.

Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL)

Auf eigenen Wunsch getätigte Vorsorgeuntersuchungen (Individuelle Gesundheitsleistungen)
müssen von der Patientin selbst gezahlt werden, z.B. für die Untersuchung, Blutentnahme, Laboranalysen,
Beratung etc.

Bitte sprechen Sie hierzu Ihren behandelnden Arzt an.

PDF Download Button

Unsere Öffnungszeiten

Mo. Di. Do. 08:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Mi. und Fr. 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Unsere Blutentnahmezeiten

Mo. bis Fr. 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Flaschenabgabe Wasserlabor

Mo. bis Do. 08:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Fr. 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr

 

Kontakt

Partnerschaftspraxis für Laboratoriumsmedizin
und Mikrobiologie

Tel 05151 / 95 30 0
Fax 05151 / 95 30 5000

info@nordlab.de
www.nordlab.de